Küchenlöschanlage: Schutz vor Fettbränden
Brennendes Speiseöl oder Fett lässt sich nicht mit Wasser löschen – es käme zur gefährlichen Fettexplosion. Küchenlöschanlagen erkennen Brände an Fritteusen und Kochgeräten und löschen sie automatisch mit einem speziellen Löschmittel.
So funktioniert eine Küchenlöschanlage
- Auslöseelemente über den Kochgeräten reagieren beim Erreichen der Ansprechtemperatur
- Ein hygienisch unbedenkliches Löschmittel wird fein versprüht und bildet eine Sperrschicht über dem Öl oder Fett, die die Sauerstoffzufuhr unterbindet
- Das Fett kühlt ab, und die Energiezufuhr der Küchengeräte wird unterbrochen – so wird eine erneute Selbstentzündung verhindert
Wo sie gebraucht wird
- Gewerbliche Großküchen in Kantinen, Kliniken und Hotels
- Restaurants und Systemgastronomie
- Geschützt werden Fritteusen, Kippbratpfannen, Brat-, Griddle- und Grillplatten
Normen
Die europäische Norm EN 17446 legt Mindestanforderungen an Planung, Einbau, Funktion, Prüfung und Wartung fest installierter Löschanlagen in gewerblichen Küchen fest – einschließlich Kochgeräten, Abzugshaube, Plenum und Abluftkanal. Für die Reinigung der Abluftanlagen, ein wichtiger Teil der Brandvorbeugung, gilt VDI 2052 Blatt 2.
Häufige Fragen
Reicht ein Fettbrandlöscher nicht aus?
Ein Fettbrandlöscher hilft beim Entstehungsbrand, wenn jemand da ist. Eine Löschanlage reagiert automatisch – auch nachts – und schützt Bereiche wie Haube und Abluftkanal, an die man mit dem Löscher kaum herankommt.
Kann ich bei laufendem Betrieb nachrüsten?
In der Regel ja; die Montage ist oft an einem Ruhetag möglich.
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Quellen
- bvfa – Kleinlöschanlagen und Küchenschutz-Löschsysteme
- EN 17446 – Feuerlöschanlagen in gewerblichen Küchen (BSI)
- VDI 2052 Blatt 2 – Raumlufttechnik, Küchen, Reinigung von Abluftanlagen (DIN Media)
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Diese Seite gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Fachplanung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Normen, Richtlinien und behördlichen Vorgaben. Fachlich geprüft von Thomas Wald, Stand 20.10.2026.